Fördergesellschaft Kinderkrebs-Neuroblastom-Forschung e.V.

Forschungsprojekte

Die Fördergesellschaft unterstützt aktuell zwei Forschungsprojekte:

„Systematische Identifizierung aktivierender Mutationen in Onkogenen bei Hochrisiko-Neuroblastompatienten – ein Konzept zur Entwicklung neuer Therapiestrategien“ (Uniklinik Köln)

Science 07.12.2018

und das Projekt:

„Metronomische Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit rezidiviertem und progedientem Neuroblastom“ (Uniklinik Köln)

„Systematische Identifizierung aktivierender Mutationen in Onkogenen bei Hochrisiko-Neuroblastompatienten – ein Konzept zur Entwicklung neuer Therapiestrategien“ (Uniklinik Köln)
Die genaue Kenntnis über Veränderungen (Mutationen) in der Erbinformation der Krebszellen, die zur Entartung geführt haben, ist eine Voraussetzung für die Etablierung neuer Behandlungsansätze beim Neuroblastom. Durch die neue Technologie der Hochdurchsatz-Sequenzierung ist die Identifizierung dieser Mutationen möglich geworden.
Das langfristige Ziel ist, durch die Bestimmung der genetischen Veränderungen des Tumors für alle Neuroblastom-Patienten eine individuell zugeschnittene Therapie zu etablieren.

„Metronomische Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit rezidiviertem und progedientem Neuroblastom“ (Uniklinik Köln)
Nur 25% aller Patienten mit rezidiviertem Hochrisikoneuroblastom sind 1 Jahr nach der Diagnose ohne weitere Progression. Die metronomische Therapie, die Verabreichung einer Medikamenten-Kombination zielt nicht nur auf die Tumorzelle allein, sondern auch auf das Tumorgewebe-versorgende Gefäßsystem (Angiogenese) und auf das Immunsystem im Tumor ab. Aufgrund der niedrigen (dafür kontinuierlichen) Dosierung ist die Toxizität erwartungsgemäß gering. Es werden nicht nur Zytostatika, sondern auch andere bekannte Medikamente eingesetzt.
Mit der Studie soll die Verträglichkeit und Wirksamkeit einer Medikamenten-Kombination untersucht werden. Möglich ist diese Behandlung an den Universitätskliniken in Bonn, Essen, Frankfurt(Main), Freiburg, Köln, Leipzig und München.

Seit der Vereinsgründung wurden weitere Projekte gefördert:
1997 wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg das Projekt „Chromosom 1p – Veränderungen beim Neuroblastom“ realisiert. Die Fördergesellschaft finanziert die Anschaffung eines Analysegerätes.

Von 1997 bis 2008 wurde an der Klinik und Poliklinik für Kinderheilkunde der Universitätsklinik Köln das Projekt „Vergleichende Evaluierung molekularbiologischer Risikofaktoren im Neuroblastom -Tumorgewebe durchgeführt. Das Projekt wird inzwischen auch durch die Initiative des Vereins aus Mitteln der Krankenkassen finanziert.

Von 2004 bis 2009 wurde an der Universitätsklinik Charité in Berlin ein „DNA-Impfstoff zur aktiven Immuntherapie des Neuroblastoms“ entwickelt. Für die Immuntherapie wurde patentrechtlicher Schutz erteilt, was eine Voraussetzung für eine Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie zur Produktion eines Impfstoffs für die klinische Anwendung bei erkrankten Kindern ist. Die Studie wurde im „European Journal of Cancer“ veröffentlicht.

Ab 2010 wurde das Projekt „Verbesserung der Spezifität therapeutischer Ansätze beim Neuroblastom mittels Arsentrioxid-beladener anti-GD2 getargeter Immunolipsomen“ (Unikliniken Tübingen und Freiburg) unterstützt.
Der Ansatz des Projektes ist der Einsatz von Antikörpern, zum Einen zur Stimulation des Immunsystems, und zum Anderen zur gezielten Therapie des Tumors mit wucherungshemmenden Substanzen, die mittels des Antikörpers gezielt an den Tumor herangeführt werden unter maximaler Schonung des gesunden Gewebes.

Ziel ist es, Medikamente oder Substanzen mittels eines tumorspezifischen Antikörpers an die Tumorzellen zu bringen. Da Medikamente nicht einfach an Antikörper gekoppelt werden können, müssen sie zuvor in irgendeiner Form verpackt werden. Untersucht werden in dem Projekt als Medikament das Arsentrioxid (ATO) und der GD2-Antikörper.